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        <title><![CDATA[Projekt MAT-CH - Medium]]></title>
        <description><![CDATA[Schadstoffe stellen ein hohes Risikopotential für Museen und Archive dar. Daher sollten Materialien, die  in Kontakt mit Objekten gelangen, untersucht werden. Das Projekt MAT-CH erforscht den bewährten Indikatortest nach Oddy. Der Blog dokumentiert diese Forschungen. - Medium]]></description>
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            <title>Projekt MAT-CH - Medium</title>
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            <title><![CDATA[Meet a Senior Conservation Expert: Nadine Cheryl Adolfs, Hasenkamp Fine Art Division]]></title>
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            <category><![CDATA[transport-and-loan]]></category>
            <dc:creator><![CDATA[Sabrina Maric]]></dc:creator>
            <pubDate>Tue, 19 Nov 2024 10:02:20 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2024-11-19T10:02:20.096Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2008 fand Frau Adolfs ihren Weg als Diplom-Restauratorin in die Kunstlogistik. Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn war sie vorwiegend mit Verpackungsmaterialien, Lagermanagement und Sammlungsbetreuung betraut. Rasch entwickelte sich darüber hinaus eine Leidenschaft für den internationalen Projektalltag in der Kunstlogistik. Egal ob internationale Kunstmesse oder museales Ausstellungsprojekt, das Projektmanagement in der Kunstlogistik ist für sie vielseitig.</p><p>Seit 2017 hat sie die Ehre, sich als Expertin im DIN-Ausschuss (Arbeitsausschuss Erhaltung des kulturellen Erbes (CEN/TC 346)) zusätzlich in das Feld der Normierung auf europäischer Ebene einbringen zu dürfen.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*uv0EORHfcHNf0qeb6eqvbg.jpeg" /><figcaption>Nadine Cheryl Adolfs, Dipl.-Restauratorin des Logistikunternehmens Hasenkamp</figcaption></figure><p><em>Wie begann Ihr akademischer Weg in die Prävention von Kulturgut?</em></p><p>Bereits im Rahmen meines Hauptstudiums der Restaurierungs- und Konservierungswissenschaften mit der Spezialisierung “Wandmalerei und Objekte aus Stein” an der TH Köln konnte ich eine besondere Affinität für das Themengebiet der präventiven Konservierung entwickeln. Zum Zeitpunkt meines Vorpraktikums wurde der Aspekt der Prävention noch nicht in dem Maße berücksichtigt, wie es später der Fall war. Dies führte dazu, dass die Relevanz und Anerkennung dieser Spezialisierung erst nach und nach zunahmen. Seit dem Studium habe ich mich kontinuierlich in diesem Bereich spezialisiert.</p><p><em>Vor welchem Hintergrund entschieden Sie sich, in die Kunstlogistik einzusteigen?</em></p><p>Aufgrund meiner persönlichen Ausrichtung auf die präventive Konservierung identifizierte ich potenzielle Schnittmengen mit der Kunstlogistik. Die Themenfelder Verpackung, Lagerung und Schädlinge sind hierfür exemplarisch. Dennoch gab es zu diesem Zeitpunkt keine Kunstspedition in Deutschland, die über das Fachwissen in Person einer Restauratorin oder eines Restaurators im Unternehmen verfügte. Aus meiner Sicht stellte dies ein Manko dar, da sowohl das Unternehmen als auch die Kunden davon profitieren könnten. In der Folge habe ich mich initiativ in der Kunstlogistik beworben, da mein Interesse für diesen Bereich geweckt war. Aus heutiger Sicht — zum Glück! — ist die Kunstlogistik doch ein vielseitiges und anspruchsvolles Tätigkeitsfeld.</p><p><em>Seit 2016 sind Sie bei hasenkamp in diversen Funktionen tätig. Welche Aufgaben haben Sie seitdem hauptsächlich wahrgenommen?</em></p><p>Bei meinem Wechsel zu <em>hasenkamp </em>konnte ich bereits auf acht Jahre Berufserfahrung in der Kunstlogistik zurückblicken. Bei <em>hasenkamp </em>hatte ich die Möglichkeit, den gelebten Zweiklang aus präventiver Konservierung und Projektmanagement fortzusetzen. Im Jahr 2016 war ich zunächst in der Niederlassung Berlin als Koordinatorin für internationale Museumsprojekte tätig. Zudem war ich in interne Entwicklungsprojekte involviert, beispielsweise zum Thema Verpackungsmaterialien.</p><p>Mitte 2019 ermöglichte das Unternehmen mir den Wechsel nach München, wo ich in der Funktion als Teamleiterin die Niederlassung unterstützte.</p><p>Seit 2024 bin ich Referentin für Restaurierung, präventive Konservierung und Normen im Unternehmen. Meine tägliche Arbeit ist geprägt von einer ständigen Verbindung zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung. Die Rolle der Referentin erfordert ein tiefes Verständnis sowohl der wissenschaftlichen Grundlagen als auch der realen Herausforderungen, die in der Kunstlogistik auftreten können.</p><p><em>Neben Ihrer Arbeit bei dem führenden Logistikdienstleiter für sensible und hochwertige Güter haben Sie mehrere Weiterbildungen absolviert. Welche waren es und wie können Sie dieses Wissen in Ihren Beruf integrieren?</em></p><p>Weiterbildungen im Bereich der präventiven Konservierung wie Risikomanagement, Notfallvorsorge, IPM oder Indikatortest nach ODDY begleiten mich seit meinem Studium. Gerade in meiner jetzigen Funktion ist es wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben. So konnte ich zum Beispiel an der letzten Konferenz IPM-CH 2024 in Berlin teilnehmen. Der Austausch mit internationalen Experten ist wichtig und wertvoll, um das interne IPM-Konzept zu überprüfen. Schließlich betreibt <em>hasenkamp </em>an mehreren Standorten Kunstdepots mit einer Gesamtlagerfläche von gut 120.000 Quadratmetern.</p><p>Durch meine Weiterbildungen kam ich auch in Kontakt mit der HTW Berlin. Der Anfang war, wenn ich mich richtig erinnere, ein Workshop zum Thema Notfallplanung und Katastrophenvorsorge im Jahr 2009. Weiterbildungen u.a. zum ODDY-Test folgten.</p><p>Andere Weiterbildungen, wie zum Beispiel Warehouse Management oder Projektmanagement, haben einen direkten Bezug zum logistischen Berufsalltag.</p><p><em>In Ihrem Beitrag in der Restauro, Ausgabe 02/23, widmen Sie sich der Frage, inwieweit Kunstlogistik und Nachhaltigkeit vereinbar sind. In welchem Ausmaß haben Emissionen Einfluss auf dieses Thema?</em></p><p>Mit der Ermittlung der Emissionen haben wir ein sehr wichtiges Instrument, um die Auswirkungen unseres Handelns sichtbar zu machen. Das gilt für die Bausteine Lagerung, Verpackung, Transport und Kurierreisen gleichermaßen. Zwei Beispiele aus der Praxis sollen dies verdeutlichen:</p><p>Bei <em>hasenkamp </em>wurden in Zusammenarbeit mit einer unabhängigen Universität die Emissionen aus der Produktion unserer hochwertigen Verpackungslösungen nach aktuellen wissenschaftlichen Standards untersucht. Das Ergebnis ist eine CO2-Bilanz pro Serie und Kistentyp. Diese Ergebnisse stellen wir transparent zur Verfügung und unsere Kunden können diesen Faktor bei der Auswahl der Verpackung berücksichtigen.</p><p>Welche Schutzklasse braucht das Objekt, wie sieht der Transportweg aus und welche Emissionen verursacht die Verpackung? Für mich sind alle drei Fragen gleichwertig und wichtig zu stellen.</p><p>Aus dem oben genannten Beispiel lässt sich das nächste ableiten. Wenn die verschiedenen Kisten nach ihren CO2-Emissionen bewertet werden, braucht es im Markt eine entsprechende Auswahlmöglichkeit unter Nachhaltigkeitsaspekten. Ich beobachte diesbezüglich eine beschleunigte Entwicklung in der Kunstlogistik. Bei <em>hasenkamp </em>ist die neueste Bilderkiste <em>arca </em>ein gutes Beispiel dafür.</p><p>Diese Bilderkiste wurde konsequent unter Nachhaltigkeitsaspekten entwickelt. Ein neues, schnell nachwachsendes und zudem regionales Holz verleiht dem Produkt sogar einen negativen CO2-Wert. Für die Entscheidung, weiterhin auf den nachwachsenden Rohstoff Holz zu setzen, wurde neben dem „Product Carbon Footprint“ auch das „Life Cycle Assessment“ (LCA) herangezogen. Im Falle einer nicht mehr möglichen Reparatur der <em>arca </em>Bilderkiste entsteht kein Entsorgungsproblem, wie es bei anderen Materialgruppen der Fall ist.</p><p>Hier zeigt sich also, dass die Analyse von Emissionen einen konkreten Einfluss auf die Entwicklung von Produkten hat.</p><p><em>Welche Bedeutung messen Sie Schadstofftests Ihrer Arbeit zu?</em></p><p>Die Fragestellung zu potenziellen Schadwirkung von Verpackungsmaterial auf das Objekt ist in der Kunstlogistik naheliegend. Der ODDY-Test stellt da ein anerkanntes und probates Mittel dar.</p><p>Im Mai dieses Jahres konnte ich an der sehr gelungenen VDR-Fachtagung „Alles im grünen Bereich“ teilnehmen. Das Thema Gift- und Gefahrstoffe im Kulturgut ist sehr vielfältig und die Tagung hat mich erneut für dieses Thema sensibilisiert.</p><p>Aus Sicht der Kunstlogistik sehe ich zum einen das Handling von kontaminierten Objekten und zum anderen deren Lagerung als primäre Berührungspunkte. Insbesondere für die Einschätzung des Gefährdungspotenzials bei der Lagerung ist die Entwicklung von Schnelltests für Indikatoren von besonderem Interesse.</p><p><em>In welchen weiteren Forschungen sind Sie derzeit/zukünftig involviert?</em></p><p>Derzeit befasse ich mich mit dem Thema “Vibration” und innerhalb dieses umfassenden Themenbereichs insbesondere mit der potenziellen Entkopplung von Objekten im Kistensystem für den Transport. In diesem Kontext kooperiere ich mit einem Team der Universität Stuttgart. Die Untersuchungen ermöglichen mir einen vertiefenden Einblick in ein komplexes, jedoch äußerst faszinierendes Feld der Mechanik. Ich möchte mich an dieser Stelle für die bereichernde Zusammenarbeit mit den Experten bedanken.</p><p>Eine erneute Anknüpfung an die Materialforschung erscheint zukünftig ebenfalls denkbar. Es stellt sich die Frage, welche potenziellen Wechselwirkungen recycelte oder wiederverwendbare Verpackungsmaterialien bei der Verpackung von Kunst- und Kulturgut mit sich bringen. In Bezug auf dieses Thema sind noch einige Fragen offen. An dieser Stelle können noch keine konkreten Angaben gemacht werden. Für Interessentinnen und Interessenten, die auf der Suche nach einer Fachfrau aus der Praxis sind, stehe ich gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung.</p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=045f71f82393" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/meet-a-senior-conservation-expert-nadine-cheryl-adolfs-hasenkamp-fine-art-division-045f71f82393">Meet a Senior Conservation Expert: Nadine Cheryl Adolfs, Hasenkamp Fine Art Division</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[MAT-CH Projekt auf der IAQ 2024]]></title>
            <link>https://medium.com/mat-ch-project/mat-ch-projekt-auf-der-iaq-2024-1fbb7f519e8f?source=rss----63af80d002a---4</link>
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            <category><![CDATA[htw-berlin]]></category>
            <category><![CDATA[mat-ch-projekt]]></category>
            <category><![CDATA[oddy-test]]></category>
            <category><![CDATA[schadstoffe]]></category>
            <dc:creator><![CDATA[Alexandra Jeberien]]></dc:creator>
            <pubDate>Mon, 11 Nov 2024 16:32:16 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2024-11-17T16:03:26.912Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Vom 18–20. November 2024 findet die<a href="https://www.metmuseum.org/about-the-met/conservation-and-scientific-research/scientific-research/iaq-conference-2024"> <strong>16. Internationale Conference on Indoor Air Quality in Heritage and Historic Environments</strong></a><strong> (IAQ 2024) </strong>im Metropolitan Museum of Art, New York statt.</p><p>Das MAT-CH Team wird erneut mit einem Beitrag auf der Konferenz vertreten sein und (Interim-)Ergebnisse aus dem Projekt 3.0 präsentieren.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*xVQJZlqVyq3iJSKAHfla-w.png" /><figcaption>Ergebnisse des Testsets III - Textilien und Dichtstoffe, jeweils nach 2 und 4 Wochen Reaktionszeit</figcaption></figure><p>Seit dem ersten <a href="http://iaq.dk/iap.htm">IAQ Treffen im Jahr 1998 in Glasgow</a> werden auf den Konferenzen neueste Forschungen zu Themen wie inadäquate Raumluftqualität, innovative Messverfahren und Auswirkungen von Schadstoffen auf Objekte in Museen, Bibliotheken und Archiven vorgestellt.</p><p>Im Turnus von zwei Jahren stattfindend, bieten die IAQ Konferenzen allen mit Kulturgüterschutz beschäftigten Wissenschaftler*innen ein Forum, die Kontrolle von Schadstoffen in interdisziplinärer Runde zu diskutieren.</p><p>Die IAQ 2024 wird sowohl in Präsenz, als auch in hybrider Form abgehalten. Anmeldungen für die <a href="https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSeNwgJHg50XtwxDmKClpwElw4DrsD4FuLBUKyfEzgsDLZfutQ/viewform">digitale Teilnahme</a> sind bis 11. November 2024 möglich.</p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=1fbb7f519e8f" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/mat-ch-projekt-auf-der-iaq-2024-1fbb7f519e8f">MAT-CH Projekt auf der IAQ 2024</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Meet the Team: Tatiana Marchenko zurück im MAT-CH Projekt]]></title>
            <link>https://medium.com/mat-ch-project/meet-the-team-tatiana-marchenko-zur%C3%BCck-im-mat-ch-projekt-a8a18b228b86?source=rss----63af80d002a---4</link>
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            <category><![CDATA[schadstoffe]]></category>
            <category><![CDATA[preventive-conservation]]></category>
            <category><![CDATA[mat-ch-projekt]]></category>
            <category><![CDATA[pollutant]]></category>
            <dc:creator><![CDATA[Alexandra Jeberien]]></dc:creator>
            <pubDate>Mon, 04 Nov 2024 08:22:15 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2024-11-04T08:22:14.902Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Tatiana Marchenko unterstützt ab November 2024 das MAT-CH Team im Bereich Analyse und Öffentlichkeitsarbeit.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/737/0*e02PAZl7Vd7TXjVC.jpeg" /><figcaption>Tatiana Marchenko (vorn) beim Präparieren von MAT-CH Tests</figcaption></figure><p>Frau Marchenko studierte seit dem Jahr 2018 an der HTW Berlin, im Fach Konservierung und Restaurierung archäologischer Kulturgüter. Im Sommer 2024 schloss sie das Masterstudium sehr erfolgreich mit einer Arbeit zu historischen Restaurierungsmethoden an antiken Bronzen ab.</p><p>Bereits seit Januar 2024 unterstützt Sie den Studiengang als Laboringenieurin Naturwissenschaften. Hier gilt ihr Interesse speziell den analytischen und messtechnischen Methoden, u.a. führt sie die Röntgenfluoreszenzanalysen durch.</p><p>Mit ihren Kenntnissen ist Tatiana Marchenko sehr gut aufgestellt, die Forschungen im MAT-CH Projekt zu unterstützen, indem sie im letzten Projektabschnitt die Indikatoren und deren Korrosion mikroskopisch und messtechnisch untersuchen wird.</p><p>Willkommen im Team!</p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=a8a18b228b86" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/meet-the-team-tatiana-marchenko-zur%C3%BCck-im-mat-ch-projekt-a8a18b228b86">Meet the Team: Tatiana Marchenko zurück im MAT-CH Projekt</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[ Squaring the Circle: Preventive Conservation in the Kasbah Museum of Mediterranean Cultures…]]></title>
            <link>https://medium.com/mat-ch-project/squaring-the-circle-preventive-conservation-in-the-kasbah-museum-of-mediterranean-cultures-39809a37e3a8?source=rss----63af80d002a---4</link>
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            <category><![CDATA[musée-la-kasbah]]></category>
            <category><![CDATA[exhibit]]></category>
            <category><![CDATA[weather-condition]]></category>
            <category><![CDATA[tangier-morroco]]></category>
            <category><![CDATA[preventive-conservation]]></category>
            <dc:creator><![CDATA[Alexandra Jeberien]]></dc:creator>
            <pubDate>Fri, 18 Oct 2024 20:51:56 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2024-10-19T11:38:32.156Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<h3>🇬🇧 Squaring the Circle: Preventive Conservation in the Kasbah Museum of Mediterranean Cultures, Tangier</h3><p>The <a href="https://fnm.ma/musees-ouverts/musee-la-kasbah-des-cultures-mediterraneennes-tanger/">Kasbah Museum of Mediterranean Cultures</a> is located on the fortress hill in the northwest of the old town of Tangier. Founded in 1922, the museum is housed in the former 17th-century Sultan’s Palace and was remodeled from 2010–2016.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*MHk-8l753Ovu_D-CG2H02A.jpeg" /><figcaption>Courtyard of the Kasbah Museum of Mediterranean Cultures, Tangier with open arches to exhibition space</figcaption></figure><p>The exhibition takes up the development of the region: from Neolithic settlements to the Phoenician founding of the city of Tingis (Tanger) up until the colonization by the Romans and Portuguese.</p><p>Exhibits are presented both openly and in showcases. What is special, however, is that exhibition rooms face the open courtyard and are therefore exposed to the changeable weather of the port city located between the Mediterranean and the Atlantic ocean.</p><p>Since 2016, assistant curator Saoussane Yahia has been responsible for the exhibition area and takes care of the daily tasks of the museum.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*twgPNOEgwrM9IqlSp4KoHw.jpeg" /><figcaption>Saoussane Yahia (left) with DAI staff and conservators from Berlin in the courtyard of the Kasbah Museum</figcaption></figure><p><em>Ms Yahia, how did you come to work at the Kasbah-Museum of Mediterranean Cultures in Tangier?</em></p><p>After a master degree in “Antiquity Studies” at the <a href="https://insap.ac.ma/">National Institute of Archaeology and Heritage, Rabat</a> and being specialized in history and archaeology of the Mediterranean occident, joining the National Foundation of Museums was the appropriate opportunity to complete my academic education skills.</p><p><em>What do you think is special about the Kasbah-Museum and its exhibition?</em></p><p>The Kasbah Museum is considered a special museum due to its iconic building, a 17th-century palace full of history and symbolism, as well as its exhibition that combines chronology and thematics and includes various objects and mosaic masterpieces.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*UuDMA_3jGPj9dlnj11DrJQ.jpeg" /><figcaption>Tiled walls as well as Roman sculptures and mosaics in the exhibition of the Kasbah-Museum</figcaption></figure><p><em>Would you say that the structure of the building, e.g. thick walls and open archways, poses particular questions for holding exhibitions?</em></p><p>The architecture of the museum is considered as a part of the exhibition, helping to understand the subject matter on display and providing further insight into the medieval areas.</p><p><em>Given this situation, what challenges does the museum team have to deal with when maintaining the collection?</em></p><p>The main policy implemented by the museum team is: permanent conservation and curation, which improves the preservation and stability of the collections.</p><p><em>Do certain parameters require special attention?</em></p><p>Due to its location, our museum often experiences extreme weather situations (the museum is located near the sea with a high level of humidity). However, conservation measures are always carried out, such as dehumidification, daily inspection of the objects and the building, just as well as the use of appropriate material while cleaning or moving the objects. All done on a regular basis by the museums team.</p><p><em>Thank you for this insight, Ms Yahia. And all the best for future projects!</em></p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=39809a37e3a8" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/squaring-the-circle-preventive-conservation-in-the-kasbah-museum-of-mediterranean-cultures-39809a37e3a8">🇬🇧 Squaring the Circle: Preventive Conservation in the Kasbah Museum of Mediterranean Cultures…</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[ MAT-CH Team at the 8th ARCH_RNT Symposium Kalamata]]></title>
            <link>https://medium.com/mat-ch-project/mat-ch-team-at-the-8th-arch-rnt-symposium-kalamata-4330df989d9f?source=rss----63af80d002a---4</link>
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            <category><![CDATA[mat-ch-projekt]]></category>
            <category><![CDATA[pollutant]]></category>
            <category><![CDATA[cultural-heritage]]></category>
            <category><![CDATA[kalamata]]></category>
            <category><![CDATA[oddy-test]]></category>
            <dc:creator><![CDATA[Sabrina Maric]]></dc:creator>
            <pubDate>Thu, 17 Oct 2024 12:02:07 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2024-10-19T11:10:42.599Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<p>From October 3rd to 5th, the Laboratory of Archaeometry of the University of the Peloponnese (UoP) organised the <a href="http://archrnt.gr">8th ARCH_RNT (Archaeological Research and New Technologies) Symposium</a>, which focused on the use of new technologies in archaeological research in the fields of archaeometry, engineering, computing and digital technologies. This year the MAT-CH team was able to participate and experience the exclusive flair of the symposium on site.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*UMMixLS-5IE4xmz9QBLjPQ.jpeg" /><figcaption>Opening ceremony by the 8th ARCH_RNT committee</figcaption></figure><p>The 8th ARCH_RNT was introduced by an opening ceremony, which honoured Prof. Nikolaos Zacharias, the organizer of the 1st ARCH_RNT in 2008. Prof. Zacharias has since created a successful series of international symposia for scientists working with cultural heritage in Kalamata, Greece. Following, eleven sessions were devoted to different topics which covered metals, bioarchaeology, remote sensing and geophysical analysis, pottery, conservation, glass, digital applications, pigments, dating and lastly building materials. Sessions lasted one to a maximum of two hours and included three to six presentations. Moderated by a chairman, there was an opportunity for a short Q&amp;A session directly after presentations.</p><p>The speakers mainly gave an insight to their interdisciplinary approaches, special case studies and research on archaeological material and collections. The keynote was delivered by Stamatis Boyatzis, professor at the Department of Conservation of Antiquities and Works of Art, University of West Attica. In his presentation <em>Let mother nature teach us: bio-inspired materials and strategies for the study and conservation of Cultural Heritage</em>, Mr. Boyatzis spoke about recent efforts pursued in his department, like using biomimetic methods to consolidate surfaces, but also to capture and remove pollutants or other unwanted deterioration products with the help of inorganic hydroxyapatite, organic chelating agents and fatty acids.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*lh8sslmfSRdLHaVVajhysg.jpeg" /><figcaption><em>Sabrina Maric presenting </em>the MAT-CH project “<em>The Three Phases of the Material Checker (MAT-CH) Project”</em></figcaption></figure><p>The presentation of the MAT-CH project was also part of the conservation session. With the title <em>The Three Phases of the MAT-CH Project</em>, it provided the audience with insights of the work that has been done since the project has been initiated.</p><p>Starting in 2016 with the <a href="https://www.htw-berlin.de/forschung/online-forschungskatalog/projekte/projekt/?eid=2237">first project phase</a>, new reaction vessels have been implemented. As they were designed back then and are now being used, they include an integrated glass reservoir for adjusting the humidity, hooks for attaching the indicator plates as well as matching screw caps and sealing rings to ensure maximum vapor tightness of the vessel. During the <a href="https://www.htw-berlin.de/forschung/online-forschungskatalog/projekte/projekt/?eid=2929">second project phase</a>, the reactive indicator plates were inspected. Instead of the bulk metals used so far, glass substrates were coated very thinly with the three metals using physical vapor deposition. At this point in time the reactions of the novel indicator plates were validated by a large number of test rounds using 32 museum products. In total 384 test reasults were evaluated macroscopically, but also microscopically. In order to further investigate the properties of the metal surfaces and characterize corrosion, instrumental analyses will be carried out until the end of the <a href="https://www.htw-berlin.de/forschung/online-forschungskatalog/projekte/projekt/?eid=3517">third project phase</a> in 2025.</p><p>The purpose of the presentation was to underline the complexity of the MAT-CH project, and to show the relevance to those of us working with museum collections. Indicator tests do have the potential to improve one field in conservation: pollution control. A message that needs to be spread!</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*PQUpM5GDdRm8zPS0OI0oBQ.jpeg" /><figcaption>Municipal Spiritual Center of Kalamata — “Pantazopouleios Folk School” during the 8th ARCH_RNT</figcaption></figure><p>The Symposium was held in hybrid mode. Being present at the venue, the Municipal Spiritual Center of Kalamata — “Pantazopouleios Folk School”, a vibrant cultural hub that houses the Central Public Library, the Gallery of Modern Greek Art, the Union of Messenians Authors, and the Hellenic Centre for Marine Research — was a great opportunity to interact with attendees who covered topics around the issues of conservation and beyond. Sharing opinions during poster sessions and coffee breaks resulted in meeting academics and professionals from different countries with similar research interests.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*K_xSd3xfDE_o0F0cv2LMnQ.jpeg" /><figcaption>Various research topics presented in the poster session</figcaption></figure><p>The good organization of the symposium by the committee, the support of sponsors and an array of carefully selected, well-researched and well-presented papers on the subject, all came together to make the 8th ARCH_RNT a memorable three-day event in 2024.</p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=4330df989d9f" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/mat-ch-team-at-the-8th-arch-rnt-symposium-kalamata-4330df989d9f">🇬🇧 MAT-CH Team at the 8th ARCH_RNT Symposium Kalamata</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Meet a Chemist: Former Professor of Conservation of Archaeological, Ethnographic and Decorative…]]></title>
            <link>https://medium.com/mat-ch-project/meet-a-chemist-former-professor-of-conservation-of-archaeological-ethnographic-and-decorative-976ed8126a5e?source=rss----63af80d002a---4</link>
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            <dc:creator><![CDATA[Sabrina Maric]]></dc:creator>
            <pubDate>Thu, 12 Sep 2024 08:01:56 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2024-09-12T08:01:56.167Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<h3>Meet a Chemist: Former Professor of Conservation of Archaeological, Ethnographic and Decorative Arts’ Objects, Gerhard Eggert</h3><p>Prof. Dr. Gerhard Eggert studierte Chemie an der Universität Bonn. In seiner Diplomarbeit und seiner Promotion beschäftigte er sich mit experimentellen Themen aus der Elektrochemie. Von 1985–1998 war er Leiter der Restaurierungswerkstätten im Rheinischen Landesmuseum Bonn, die auch für die Bodendenkmalpflege im Rheinland zuständig sind. Dank der Verbindungen des Museums in die arabische Welt und des Rufs der Metallrestauratoren gehörte auch die Restaurierung für bedeutende Sonderausstellungen zu den Aufgaben: der kreuzfahrerzeitliche Silberschatz aus Resafa, der späthellenistische Schiffsfund von Mahdia und die Lanx von Bizerta.</p><p>Im Jahr 1998 nahm er den Ruf an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart als Professor für Konservierung und Restaurierung von archäologischen, ethnologischen und kunsthandwerklichen Objekten an. Forschungsschwerpunkt war die Herstellung, Korrosion und Konservierung anorganischer Objekte mit zahlreichen Publikationen: <a href="https://bit.ly/Gerhard_Eggert">https://bit.ly/Gerhard_Eggert</a>. Im Ruhestand seit 2019 berät und konzipiert Gerhard Eggert weiterhin Forschungsprojekte.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*k-qr6kdtfb-5TUVTRlh4sQ.jpeg" /><figcaption>Prof. Dr. Gerhard Eggert: „Der Ruhestand macht Spaß und ermöglicht es, neue Bücher zu schreiben!”</figcaption></figure><p><em>Wie sind Sie als studierter Elektrochemiker zum Bereich Konservierungswissenschaften gekommen?</em></p><p>Nach dem Abitur hatte ich überlegt, Archäologie zu studieren, mich aber letztlich vom stilkundlichen Teil abschrecken lassen. So blieb’s bei der Chemie. Ich wollte wissen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Mein Fußweg zum Institut führte am Rheinischen Landesmuseum Bonn vorbei. Dort gab es 1978 anlässlich des Internationalen Symposiums eine Sonderausstellung zur Archäometrie. Da habe ich kapiert: Die Naturwissenschaften als Wissenschaft von der Materie können etwas zur Archäologie, der Wissenschaft von den materiellen Hinterlassenschaften des Menschen, beitragen. Als ich Jahre später gerüchteweise hörte, dass in der Bonner Werkstatt jemand mit chemischen Kenntnissen gesucht wird, gab es für mich kein Zögern. Die Blind-Bewerbung hab‘ ich nie bereut.</p><p><em>Von 1998 bis 2019 lehrten Sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart als Professor für Konservierung und Restaurierung von archäologischen, ethnologischen und kunsthandwerklichen Objekten. Welche Forschungsschwerpunkte hatten Sie in dieser Zeit?</em></p><p>Vor über 20 Jahren war die Bewältigung der Massen an Eisenfunden das größte Problem in der Restaurierung für die Bodendenkmalpflege. Die Akademie hatte gerade Promotionsrecht bekommen und ich arbeitete in meinem ersten Forschungssemester am Getty mit David Scott am Buch „Iron and Steel in Art“. Beim Lesen all der Literatur kamen dann Ideen, was man alles unbedingt überprüfen sollte. Daraus wurde das DBU-Projekt „Rettung vor dem Rost“ und das Konzept für die Dissertation von Britta Schmutzler.</p><p>Ansonsten haben mir die Objekte Fragen gestellt. In der ersten Diplomarbeit in Stuttgart tauchten auf dem Calciumphosphat-haltigen Elfenbein Magnesiumphosphate auf. Schon in Bonn hatte ich Malachitlocken auf einer Bronze gesehen, Studierende fanden sie dann auch in Blockbergungen aus dem Gräberfeld von Lauchheim. Ein Bronzenagel aus dem Mahdia-Schiffswrack und eine mit Knetmasse provisorisch montierte Fibel zeigten auffällige schwarze Flecken. Oder Metallobjekte, die nur da Korrosion zeigten, wo sie in Kontakt zu Glas standen. Bei all dem fragt man sich natürlich sofort „Warum?“ und schon geht die Forschung los. Erst im Nachhinein stellte sich dann die Erforschung seltener Korrosionsphänomene als übergeordnetes Thema heraus. Und da man dafür heutzutage eine einprägsame Abkürzung braucht, habe ich mir das Akronym RaCoPhInO ausgedacht („<strong>Ra</strong>re <strong>Co</strong>rrosion <strong>Ph</strong>enomena of <strong>In</strong>organic <strong>O</strong>bjects“.</p><p><em>Und wie kamen Sie zum Grünspan?</em></p><p>Grünspan ist ja auch ein Korrosionsprodukt. Bei der Herstellung werden Kupferplatten in der Wärme Dämpfen von Essigsäure ausgesetzt. In David Scotts „Copper and Bronze in Art“ kann man sehen, wie es da mit den verschiedenen basischen Kupferacetaten durcheinander geht. Für ein und dieselbe Verbindung wurden ganz verschiedene Röntgenbeugungsmuster angegeben, das konnte nicht sein. Der Kristallograph Robert Dinnebier vom Stuttgarter MPI für Festkörperforschung nahm die Herausforderung an. Er kann aus Messungen an feinkristallinen Pulvern ohne größere Einkristalle den inneren Aufbau von Phasen und damit deren Zusammensetzung bestimmen. Sebastian Bette als präparativem Chemiker gelang dann erstmals im DFG-Projekt „Auf der Suche nach der Struktur“ die Reindarstellung von drei verschiedenen Grünspanphasen und deren Strukturaufklärung. Für die gibt’s jetzt endlich verlässliche Referenzwerte in der Datenbank.</p><p><em>Von 2021–2023 lief das DBU-geförderte Projekt „Das Oddy-torium“. Welche Motivation hatten Sie, Forschungen zu Restaurierungsmaterialien zu machen?</em></p><p>Eine Vorpraktikantin erzählte uns im Bewerbungsgespräch, dass sie Keramik traditionell mit Mecosan, einem Cellulosenitrat, geklebt hat. Auf Nachfrage habe ihr Betreuer gesagt, er wisse, dass die akademischen Restauratoren dagegen seien, aber seine vor 40 Jahren geklebten Keramiken könne man sich im Depot anschauen, da hält alles. Da sagte ich mir im Stillen: da kann doch nicht einfach Meinung gegen Meinung stehen, das muss man doch irgendwie klären können. Die einleuchtende Antwort: der Oddy-Test. Ein Klebstoff, der mit den Objekten in Vitrinen gelangt, muss doch dieselben Anforderungen erfüllen, wie ein Klebstoff, der zum Vitrinenbau benutzt wird.</p><p>Die Oddy-Testergebnisse von Cellulosenitrat-Produkten waren dramatisch. Bei einem eigens für die Keramikrestaurierung formulierten Klebstoff ohne Weichmacher entstanden so viele nitrose Gase im Reagenzglas, dass der Stopfen rausflog. Der Titel der Präsentation bei ICOM-CC 2014 in Melbourne lautete daher: „Popping stoppers, crumbling coupons.“ Schließlich fiel bei der Suche nach Oddy-Testergebnissen für Paraloid B72 auf, dass die allermeisten Restaurierungsmaterialien noch gar nicht untersucht worden sind. Eine riesige, für das Fach peinliche Forschungslücke!</p><p><em>Warum wurde der Oddy-Test verwendet? Man hört doch auch Kritik an ihm, z.B. seiner Reproduzierbarkeit.</em></p><p>Zum Massen-Screening der vielen Produkte aus dem Restaurierungsfachhandel ist der Oddy-Test konkurrenzlos, mit keinem anderen Verfahren wäre der Aufwand zu stemmen. Und der Test gibt eine klare Antwort, ob ein Produkt verwendet werden darf. Noch nie wurde ein Material gefunden, dass den Test bestanden hat und dann später doch Korrosion verursacht hat. Wenn der Test irrt, dann auf der sicheren Seite. Der Test ist so empfindlich, dass vielleicht das ein oder andere Material zu Unrecht ausgeschieden wird. Lieber so als andersherum!</p><p>Bei geübtem Personal, dass sich streng an das Protokoll des Britischen Museums hält, hatten wir in Stuttgart keinerlei Probleme mit der Reproduzierbarkeit. Alle Tests wurden doppelt ausgeführt und stimmten überein.</p><p><em>Welche Ergebnisse wurden denn im Projekt „Das Oddy-torium“ erzielt?</em></p><p>Da ich 2019 in den Ruhestand ging, hat Prof. Krekel die Leitung übernommen. 2021 hat Simon Steger alle gebräuchlichen Celluloseether durchgetestet, das ist inzwischen in <em>Heritage Science</em> publiziert: <a href="https://doi.org/10.1186/s40494-022-00688-4">https://doi.org/10.1186/s40494-022-00688-4</a></p><p>Ein unerwartetes Ergebnis: Klucel G aus dem Fachhandel ist die industrielle Qualität, Klucel G IND. Es besteht den Test nicht, da es herstellungsbedingt Reste von Essigsäure enthält. Die Lebensmittelqualität GF erzeugte deutlich weniger Korrosion. Die pharmazeutische Qualität GF Pharm ist perfekt gereinigt. Der Handel hat sofort reagiert und führt dieses jetzt im Sortiment.</p><p>Julia Kuppel hat sich in ihrer MA-Arbeit dann mit Problemen beim Trocknen lösemittelhaltiger Formulierungen befasst und Acrylatlösungen und -dispersionen getestet; um weitere Produkte hat sich Anna-Lisa Krautheimer gekümmert. Alle Ergebnisse kann man tabellarisch im Web nachschauen: <a href="https://bit.ly/Oddy-torium">https://bit.ly/Oddy-torium</a></p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/356/1*h2oN4bf90L5LcG6u4x-gWQ.png" /><figcaption>Metallcoupons (Ag, Pb, Cu) des Tests von B 72/Ethylacetat nach einer Woche Wärmetrocknung, gelbliche Korrosion am Blei © Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart</figcaption></figure><p><em>In welchen Forschungen sind Sie derzeit involviert?</em></p><p>Im Ruhestand hat man etwas, was einem vorher ständig gefehlt hat: Zeit! Man hat endlich die Muße, Dingen auf den Grund zu gehen. Für ein Poster „When does glass get wet?“ hatte ich Deliqueszenzfeuchten von Salzen auf Glasoberflächen recherchiert. Das sind genau die Feuchtigkeitswerte, die man mit Salzlösungen im Labor oder früher auch in Vitrinen zur Erzeugung von Konstantklimata genutzt hat. Warum ist das aus der Mode gekommen? Daraus entstand dann — nach 30jähriger Pause in der Literatur — ein Grundlagenartikel <a href="https://doi.org/10.1186/s40494-022-00689-3">https://doi.org/10.1186/s40494-022-00689-3</a> mit einer neuen Idee: Als Physikochemiker war mir klar, dass sobald man eine Flüssigkeit in ein Luftvolumen einbringt, alle Stoffe in der Luft auch ein Lösungsgleichgewicht mit der Flüssigkeit einstellen. So will es das Henry’sche Gesetz. Testmessungen mit Formaldehyd in Braunschweig ergaben tatsächlich exzellente Absorptionseigenschaften der Salzlösungen. Die Luft wird — wie zu erwarten — gereinigt. Das wird jetzt im Rahmen eines DBU-Projekts vom Labor für Messtechnik der Uni Saarland (Prof. Dr. A. Schütze) mit MOS-Gassensoren für alle gängigen Luftschadstoffe durchgetestet.</p><p>Parallel dazu koordiniert Katja Siebel auf der Veste Coburg ein ‚Community Science‘-Projekt. In 62 Institutionen weltweit wird die praktische Anwendung in Vitrinen getestet und volle Jahreszyklen für Luftfeuchtigkeit und Temperatur innerhalb und außerhalb von Vitrinen mit Salzlösungen aufgezeichnet. Erste Ergebnisse werden wir auf der IIC-Konferenz im September 2024 in Lima vorstellen können: <a href="https://doi.org/10.1080/00393630.2024.2339727">https://doi.org/10.1080/00393630.2024.2339727</a>. Gegenüber den heute verwendeten Silikagel-Produkten haben Salzlösungen klare Vorteile: <a href="https://www.restauratoren.de/was-ist-besser-fuer-gute-luft-in-der-vitrine-silikagel-oder-salzloesungen/">https://www.restauratoren.de/was-ist-besser-fuer-gute-luft-in-der-vitrine-silikagel-oder-salzloesungen/</a> Das könnte die Museumspraxis revolutionieren!</p><p><em>Und in der Zukunft?</em></p><p>Die Entwicklung eines preiswerten Sensorgeräts für gängige Luftschadstoffe im Spurenbereich in Vitrinen könnte sich als Folgeprojekt in Saarbrücken ergeben. Auch die Modifikation von Salzlösungen für den Gebrauch in Vitrinen ist noch unerforscht, Katja Siebel will sich in ihrer Promotion damit befassen.</p><p>Unabhängig davon geht die Charakterisierung unbekannter Korrosionsprodukte weiter, wenn ich geeignete Proben bekomme. Noch etwas anderes, bisher liegen Gebliebenes: Ich habe mal Kupferhydroxid in einer blauen Patina auf einem klassizistischen Messingaufsatz gefunden. Bei der Recherche, wo diese Verbindung überhaupt auf Artefakten vorkommt, stieß ich dann auch auf das Pigment Bremer Blau <a href="https://doi.org/10.1080/00393630.2016.1215591">https://doi.org/10.1080/00393630.2016.1215591</a>. Aber die Angaben dazu in der alten Literatur sind widersprüchlich. Eine Probe aus unserem Institut enthielt gar kein Kupfersalz, sondern einen organischen Farbstoff. Was alles unter dieser Bezeichnung von wem woraus hergestellt wurde, das muss gründlich in Archiven recherchiert werden. Und die Herstellungsrezepte sollten im Labor nachgearbeitet werden. Vielleicht findet sich ja mal eine Doktorandin für dieses Thema.</p><p><em>Besten Dank für das inhaltsreiche Interview, Gerhard Eggert und viel Erfolg für alle zukünftigen Projekte!</em></p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=976ed8126a5e" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/meet-a-chemist-former-professor-of-conservation-of-archaeological-ethnographic-and-decorative-976ed8126a5e">Meet a Chemist: Former Professor of Conservation of Archaeological, Ethnographic and Decorative…</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Hinter den Kulissen: Umgang mit Schadstoffen in der Berlinischen Galerie — Landesmuseum für Moderne…]]></title>
            <link>https://medium.com/mat-ch-project/hinter-den-kulissen-umgang-mit-schadstoffen-in-der-berlinischen-galerie-landesmuseum-f%C3%BCr-moderne-7509bbe37a06?source=rss----63af80d002a---4</link>
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            <dc:creator><![CDATA[Sabrina Schaffarczyk]]></dc:creator>
            <pubDate>Thu, 05 Sep 2024 10:41:30 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2024-09-05T10:41:30.411Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<h3>Hinter den Kulissen: Umgang mit Schadstoffen in der Berlinischen Galerie — Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur</h3><p>Die Berlinische Galerie zählt zu den jüngsten Ausstellungshäusern in Berlin. Ihre interdisziplinäre Sammlung setzt sich aus Bildender Kunst, Grafik, Fotografie und Architektur von 1870 bis in die Gegenwart zusammen und wird von einem lokalen Fokus geprägt. Nach wechselnden Räumlichkeiten in den 1980er Jahren befindet sich die Berlinische Galerie seit 2003 in ihrem dauerhaften Gebäude in Berlin-Mitte, einer ehemaligen Industriehalle in Nachbarschaft zum Jüdischen Museum, und bietet dort auf zwei Ebenen eine Fläche von 4.600 m² für Dauer- und Sonderausstellungen. Gleichzeitig sind in dem Museumsbau das Depot sowie die Werkstätten und Büros untergebracht.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*7p7I9hQcBVdpFa9OtDZcCA.jpeg" /><figcaption>Blick in das Erdgeschoss der Ausstellungsfläche © Berlinische Galerie, Foto: Nosche</figcaption></figure><p>Seit ihrer Ausbildung zur Dipl. Restauratorin für Fotografisches Kulturgut an der (F)HTW Berlin arbeitet Maria Bortfeldt an der Berlinischen Galerie und betreut hier u.a. die umfassenden und sehr diversen fotografischen Bestände.</p><p><em>Frau Bortfeldt, Sie sind als Restauratorin in der Berlinischen Galerie tätig. Welche Aufgaben fallen in Ihr Tätigkeitsfeld?</em></p><p>Meine Verantwortung liegt darin, die Ausstellungen und den Leihverkehr vorzubereiten und konservatorisch zu betreuen. Als Fotografie- und Papierrestauratorin bin ich speziell für konservatorische Maßnahmen dieses Sammlungsbereichs eingesetzt.</p><p><em>Wie setzt sich Ihr Team zusammen, wenn es um die Pflege Ihrer Sammlungen geht und welche allgemeinen Maßnahmen ergreifen Sie für ihren Schutz?</em></p><p>Insgesamt sind wir drei Restaurator*innen. Meine beiden Kolleginnen bringen sich in der Gemälderestaurierung ein. Für den Schutz der Sammlung achten wir im Ausstellungsbereich auf eine Reduzierung der Beleuchtung der Exponate sowie der Ausstellungszeiten. Im Depot setzen wir auf klimatisierte Lagerungen, archivtaugliche Einrichtungen und Verpackungen. Außenluftanteile werden, wo möglich reduziert. Auch versuchen wir Einrichtungen und Baustoffe zu vermeiden, die Emissionen abgeben. Speziell in den Fotodepots streben wir eine kühle und trockene Lagerung an, aber auch das Vermeiden von Klimaschwankungen und die Umsetzung eines IPMs zählen zu den erhaltenden Maßnahmen.</p><p><em>Gibt es Objekte, die in Ihrer Sammlung mehr Bedarf an präventiver Konservierung haben?</em></p><p>Ich beschäftige mich aufgrund ihrer Anfälligkeit besonders mit der fotografischen Sammlung (schwarz/weiß und Farbfotografie).</p><p>Beispielsweise zeigen die Silbergelatinefotografien Verfärbungen des Bildsilbers und Aussilberungen. Dieses Schadensbild könnte mit der Lagerung vor Eingang in die Sammlung zusammenhängen und aus Zeiten stammen, in der die Sammlung zu feucht und warm, oder in schadstoffhaltiger Umgebung untergebracht war. Die Schadstoffe lassen sich entweder aus der Umgebung herleiten oder diese sind möglicherweise aus der Einrichtung, Verpackung oder dem Trägerkarton ausgetreten.</p><p>Als Gegenmaßnahme wurden die Lagerungsbedingungen an die Anforderungen für Fotografien angepasst. Dafür habe ich eine kühle und trockene Umgebung für die Silbergelatinefotografien geschaffen und die ursprünglichen Verpackungen gegen archivtaugliche Materialien und Einrichtungen ausgetauscht.</p><p><em>Wie schätzen Sie die Schadstoffproblematik allgemein ein und welche Lösungsansätze gibt es in der Berlinischen Galerie?</em></p><p>Es wäre wünschenswert, die Luftzusammensetzung in den Fotodepots messen zu können, was bisher nicht erfolgt, da die bisherigen Verfahren recht aufwendig sind. Es müssten z.B. Peroxide und andere oxidierende Schadgase gemessen werden.</p><p><em>Inwiefern würde ein MAT-CH Indikatortest Ihre Arbeit verändern?</em></p><p>Mit dem MAT-CH Indikatortest wäre es möglich, die Sicherheit in den Fotodepots präziser zu beurteilen. Es ließe sich einfacher planen, ob es für bestimmte Bestände von Vorteil wäre, diese in separaten Räumen zu lagern. Somit wäre ein eventueller Bedarf an neuen oder anderen Räumen besser einschätzbar. Außerdem könnte die Regelung und die erforderlichen Werte der Klimaanlage und das Belüftungssystem präziser eingestellt werden.</p><p><em>Vielen Dank, Frau Bortfeldt! Viel Erfolg für Ihre weiteren Projekte.</em></p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=7509bbe37a06" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/hinter-den-kulissen-umgang-mit-schadstoffen-in-der-berlinischen-galerie-landesmuseum-f%C3%BCr-moderne-7509bbe37a06">Hinter den Kulissen: Umgang mit Schadstoffen in der Berlinischen Galerie — Landesmuseum für Moderne…</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Aufbau der Versuchsreihe III — Untersuchung von Dichtstoffen und Textilien]]></title>
            <link>https://medium.com/mat-ch-project/aufbau-der-versuchsreihe-iii-untersuchung-von-dichtstoffen-und-textilien-2aae1a1348df?source=rss----63af80d002a---4</link>
            <guid isPermaLink="false">https://medium.com/p/2aae1a1348df</guid>
            <dc:creator><![CDATA[Sabrina Maric]]></dc:creator>
            <pubDate>Fri, 30 Aug 2024 07:31:43 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2024-08-30T07:31:43.463Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Aufbau der Versuchsreihe III — Untersuchung von </strong>Dichtstoffen <strong>und Textilien</strong></h3><p>Im August hat das MAT-CH Team nach den Werkstoffgruppen <em>Schäume und Platten</em> sowie <em>Klebefolien und -bänder</em> die Laborarbeit mit weiteren Materialgruppen fortgesetzt. Diese letzte Untersuchung widmet sich den bisher kaum berücksichtigten flüssigen Materialien (Dichtstoffe) sowie den Textilien.</p><p>Pro Probe wurden je 5 x 2 g Material sowie eine Referenz vorbereitet. Hierbei wurden die Textilien in lange Streifen geschnitten und aufgerollt. Hingegen mussten die Dichtstoffe zunächst auf eine PET-Trägerfolie (Melinex®) aufgestrichen werden und vor ihrem Einsatz im Test mehrere Wochen aushärten und ablüften (Abb.1).</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*_exWnb_-18sSDVPjefibNQ.jpeg" /><figcaption>Abb.1: Aufstriche flüssiger Test- und Referenzmaterialien, Foto: Diana Nagy</figcaption></figure><p>Die Versuchsreihe III untersucht insgesamt 12 unterschiedliche Produkte. Sie beinhaltet sieben Textilien (Abb.2) und fünf verschiedene Dichtstoffe (Abb.3). Erstere umfassen mit einer permanenten Einstufung den grauen Dekorationsstoff ULTRA Nr. 116 und die matt gestrichene Poly-Cotton Inkjet Leinwand Daguerre Canvas der Marke Hahnemühle. Beides sind Produkte der Firma Création Baumann, die hochfunktionale und schadstoffgeprüfte Textilien für Museen herstellt bzw. anbietet. Mit einer temporären Einordnung sind zwei weitere Création Baumann Produkte, die dicht geschlagenen Vorhangstoffe aus Baumwolle, UNISONO Nr. 325 in blau und Nr. 418 in grün, vertreten. Die Kategorisierung wurde aus der Oddy-Test Datenbank des British Museum übernommen, der Hersteller selbst gibt für beide Artikel eine permanente Eignung an [1].</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*qm2T9J4ox1mQpciYom20JQ.jpeg" /><figcaption>Abb.2: Auswahl der Textilien für MAT-CH Testset III: Pacific Silvercloth®, PES Nadelfilz, Nomex® Nadelfilz, UNISONO Nr. 418, UNISONO Nr. 325, ULTRA Nr. 116 und Poly-Cotton Inkjet Leinwand Daguerre Canvas (v.l.n.r.)</figcaption></figure><p>Mit einer, laut Datenbank des AIC, ungeeigneten Kategorisierung wurde der Nomex® Nadelfilz aus meta-Aramidfasern, der als universelles, flammbeständiges Zwischenpolster dient, gewählt. Ein weiterer Vertreter aus dem Bereich der Filze ist der schwarze PES Nadelfilz, der aufgrund seiner hohen Temperaturbeständigkeit ausgezeichnete Chemikalienresistenz und mechanische Beständigkeit für viele Anwendungen im Museum aufweist. Dieser wird erstmalig mit einem Korrosionstest untersucht. Als weiteres ungetestetes Produkt wird das mit Silbernitrat behandelte Baumwolltextil Pacific Silvercloth® näher betrachtet, das für die Verpackung von Edelmetallen, insbesondere Silber, sowie zum Auslegen von Schubladen und Boxen, und zur Herstellung von Beuteln und Hussen genutzt wird. Es gilt seit Langem als geeignetes Sorptionsmittel für Schadgase im Ausstellungsbereich, weist aber auch Nachteile, wie eine kurze Nutzungsdauer, auf [2].</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*mvaHj9DP6Niocpo9beAdOg.jpeg" /><figcaption>Abb.3: Auswahl der Dichtstoffe für MAT-CH Testset III: DOWSIL™ 799, DOWSIL™ 993, DOWSIL™ 7091, PACTAN 7043 und Flex+bond® (v.l.n.r.)</figcaption></figure><p>Dichtstoffe finden in Museen meist Anwendung im Bereich des Vitrinen- und Glasbaus. Für die Untersuchung im MAT-CH Test wurde das von den Staatlichen Museen zu Berlin zweifach im Oddy-Verfahren auf Unbedenklichkeit getestete transparente Silikonprodukt PACTAN 7043 ausgewählt. Des Weiteren wurden Produkte von Dow Corning eingesetzt. Zum einen zwei temporäre Silikonkautschuke in Schwarz, das einkomponentige DOWSIL™ 7091 sowie das zweiteilige DOWSIL™ 993, bestehend aus Basis und Härter. Zum anderen das als ungeeignet kategorisierte einkomponentige, weiße Silikonkitt DOWSIL™ 799, das speziell für die Glasfalzversiegelung von Fenstern sowie für Anschlussfugen entwickelt wurde. Zu guter Letzt wurde der aus Polyoxypropylen bestehende, dauerelastische Kleb- und Dichtstoff Flex+bond® von WEICON auf die Materialliste gesetzt, der ein weiteres bisher ungetestetes Produkt aus dem Museumsbereich darstellt.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*35wTx2mJUbPrIhg2Is8eZQ.jpeg" /><figcaption>Abb.4: Übersicht der Probematerialien der Textilien und flüssigen Dichtstoffe im MAT-CH Testset, Foto: Diana Nagy</figcaption></figure><p>Entsprechend dieser Auswahl ergeben sich 72 Proben, die in einem zu den Serien I und II deckungsgleichen Versuchsaufbau (Abb.4) und in zweifacher Wiederholung von Juli-September durchgeführt werden.</p><p>[1] Der Hersteller bezieht seine Aussage auf Green and Thickett, Studies in Conservation 40 (1995), 145–152.</p><p>[2] GRZYWACZ 2020: Cecily M. Grzywacz, Monitoring for Gaseous Pollutants in Museum Environments (2020), 80.</p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=2aae1a1348df" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/aufbau-der-versuchsreihe-iii-untersuchung-von-dichtstoffen-und-textilien-2aae1a1348df">Aufbau der Versuchsreihe III — Untersuchung von Dichtstoffen und Textilien</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Wissenschaftskommunikation im Projekt MAT-CH 3.0 — Veranstaltungen und Konferenzen 2024]]></title>
            <link>https://medium.com/mat-ch-project/wissenschaftskommunikation-im-projekt-mat-ch-3-0-85a8fe34ebdf?source=rss----63af80d002a---4</link>
            <guid isPermaLink="false">https://medium.com/p/85a8fe34ebdf</guid>
            <dc:creator><![CDATA[Sabrina Maric]]></dc:creator>
            <pubDate>Tue, 27 Aug 2024 07:57:38 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2024-10-19T14:14:33.267Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon im <a href="https://medium.com/mat-ch-project/projekt-mat-ch-2-0-im-jahresr%C3%BCckblick-2021-9566c9532269">Vorgängerprojekt</a> ist die direkte Kommunikation über Wissenschaft und Forschung integraler Bestandteil der Aktivitäten im Projekt MAT-CH 3.0. Bereits seit dem Jahr 2020 werden die Forschungsprozesse und -methoden in regelmäßigen Abständen für die interessierte und allgemeine Öffentlichkeit transparent dargelegt und erläutert.</p><p>Zuletzt war das Projektteam auf der <a href="https://events.htw-berlin.de/hochschule/lange-nacht-der-wissenschaften/">Langen Nacht der Wissenschaften</a> am 22. Juni 2024 vertreten, an der rund 60 Einrichtungen Zugang ermöglichten, um ihr Publikum in die Welt der Wissenschaft eintauchen zu lassen. An der HTW Berlin wurden Einblicke in die Bereiche Naturwissenschaft und Technik, Bildung und Forschung, Mensch und Gesellschaft, Medizin und Gesundheit, Kunst und Kultur gegeben.</p><p>Auf dem Campus Wilhelminenhof gestaltete das MAT-CH Team eine Ausstellung mit dem Thema <strong><em>Tausend und ein Test gegen Luftverschmutzung</em></strong>. Besucher*innen waren eingeladen, das neuartige MAT-CH Testequipment zu entdecken und sich zum Thema <a href="https://medium.com/mat-ch-project/prinzipien-und-defizite-des-oddy-tests-warum-wird-weiter-geforscht-be8d6c9df1bb">Museen und Schadstoffe</a> zu informieren. Ergänzend wurden drei neue Lehrvideos vorgeführt. Diese sind durch die vereinfachte Darstellungsform der Legetrick-Technik realisiert und decken die Themen <a href="https://mediathek.htw-berlin.de/m/6962fb2db3dd01b296526b147d862f3693ccce1e4be4296d6725a3cc1081fc2a4df005294caad08481aeed95ceafdef1ee688aef342e48a369569d7866dd2f88">Schadstoffe und ihre Folgen für Museumsobjekte</a>, <a href="https://mediathek.htw-berlin.de/m/dfbdbaad83e862a847926235474b56885dc3972f46af5ba7fbecc389be72b32a7382a2148587aaec8037096e60b059a26495bfb46894fb300349d8a105cdcfad">Prinzip des Indikatortests nach Oddy</a> sowie <a href="https://mediathek.htw-berlin.de/m/0e7d26c306026f1d99c9990e5bb848c387afe82d725e91b4adf184c6c979fdcdd8555c3c4db048c399876b82d9c789f503202a53be8af65eff4aab3c5b3ad293">Forschung der MAT-CH Projekte</a> ab*.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*zGLaJzlndJNfXnP1no3bmA.png" /><figcaption>Ausschnitt aus dem Lehrvideo <a href="https://mediathek.htw-berlin.de/m/0e7d26c306026f1d99c9990e5bb848c387afe82d725e91b4adf184c6c979fdcdd8555c3c4db048c399876b82d9c789f503202a53be8af65eff4aab3c5b3ad293">Forschung des MAT-CH Projekt</a>s aus der HTW Mediathek</figcaption></figure><p>Neben dem Wissenschaftsblog und den öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen präsentiert das Team die Forschungsergebnisse regelmäßig auf Konferenzen und Tagungen.</p><p>Für das zweite Halbjahr 2024 wurde ein Beitrag für die <a href="https://www.metmuseum.org/de/about-the-met/conservation-and-scientific-research/scientific-research/iaq-conference-2024">16th International Conference on Indoor Air Quality in Heritage and Historic Environments</a> (IAQ 2024) im Metropolitan Museum of Art, New York vom 18.-20.11.2024 bestätigt**. Die IAQ Konferenz stellt seit über 20 Jahren ein Forum zur Diskussionen der Innenraumluftqualität in Museen, Bibliotheken und Archiven dar. Das MAT-CH Team wird diese Gelegenheit nutzen, die aktuellen Projektergebnisse vorzustellen und mit internationalem Fachpublikum zu diskutieren.</p><p>Eine weitere Vorstellung, insbesondere zu der Entwicklung des Projekts und der Komplexität von wissenschaftlichen Erkenntnisprozessen, ist für die 8<a href="http://archrnt.gr">th ARCH_RNT Archaeological Research and New Technologies </a>vom 3.-5.10.2024 in Kalamata, Griechenland vorgesehen. Das Symposium (Rückblick <a href="https://medium.com/mat-ch-project/mat-ch-team-at-the-8th-arch-rnt-symposium-kalamata-4330df989d9f">hier</a>) ist auf den Einsatz neuer Technologien in der archäologischen Forschung insbesondere durch interdisziplinäre Ansätze und Fallstudien ausgelegt.</p><p><em>*Die Videos wurden mit dem Lehrenden-Service-Center-Lehre und Digitalisierung der HTW Berlin konzipiert und sind ab sofort über die HTW-Mediathek aufrufbar.</em></p><p><em>**Die IAQ2024 wird im hybriden Format abgehalten. Für diese Konferenz wird keine Anmeldegebühr erhoben, Anmeldungen sind bis zum 11. November 2024 möglich.</em></p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=85a8fe34ebdf" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/wissenschaftskommunikation-im-projekt-mat-ch-3-0-85a8fe34ebdf">Wissenschaftskommunikation im Projekt MAT-CH 3.0 — Veranstaltungen und Konferenzen 2024</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Aufbau der Versuchsreihe II — Materialgruppe Klebebänder und Folien]]></title>
            <link>https://medium.com/mat-ch-project/aufbau-der-versuchsreihe-ii-materialgruppe-klebeb%C3%A4nder-und-folien-a436550f0ec1?source=rss----63af80d002a---4</link>
            <guid isPermaLink="false">https://medium.com/p/a436550f0ec1</guid>
            <category><![CDATA[mat-ch-projekt]]></category>
            <category><![CDATA[schadstoffe]]></category>
            <category><![CDATA[corrosion]]></category>
            <category><![CDATA[air-pollutant]]></category>
            <category><![CDATA[oddy-test]]></category>
            <dc:creator><![CDATA[Sabrina Maric]]></dc:creator>
            <pubDate>Thu, 11 Jul 2024 08:05:35 GMT</pubDate>
            <atom:updated>2025-01-22T19:19:35.247Z</atom:updated>
            <content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Aufbau der Versuchsreihe II — Materialgruppe Klebebänder und Folien</strong></h3><p>Nachdem in der ersten Versuchsreihe Feststoffe, wie Platten und Schäume geprüft wurden, folgten im Versuch II (Durchlauf 3–4) diverse Klebebänder und Folien. Insgesamt wurden zwölf Produkte, die vielseitig in Museen und Archiven Verwendung finden, untersucht. Somit werden 72 Testergebnisse, die das breite Spektrum dieser Materialgruppe abdecken, erwartet.</p><p>Auch diese Testreihe fand mittels der innovierten MAT-CH Reaktionsbehälter über 28 Tage bei 60° im Wärmeschrank statt.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*o-XNdhxCFoy_9VuTfEVL5w.jpeg" /><figcaption>MAT-CH Reaktionsbehälter befüllt mit Klebebändern und Folien, Photo: Diana Nagy</figcaption></figure><p>Im Bereich der Klebebänder wurden doppelseitig klebende, oder auf Metall und Tyvek® basierende Typen ausgewählt. Je nach Eigenschaft sind sie zum Verbinden, Montieren und Laminieren unterschiedlicher Werkstoffe oder zum Versiegeln von Vitrinen und Klimakisten im Einsatz.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*xMtmExsV2w4iL0K3O4hBUw.jpeg" /><figcaption>Klebebänder v.l.n.r.: Art-Tape aus Tyvek® Soft-Vlies, 3M™ Aluminiumklebeband 425, 3M™ Doppelseitiges Klebeband mit Polyester-Träger 9731, 3M™ VHB™ Klebeband 4910F, Weichaluminium-Klebeband 3M™ 431</figcaption></figure><p>Innerhalb der Folien fiel die Wahl auf Barriere-Folien (Sauerstoff, Wasserdampf) sowie auf gegossene PVC-Folien, die zum Zuschneiden von Kleinstschriften oder für aufwendige Grafiken geeignet sind.</p><p>Als weitere Werkstoffe wurden dem Versuch II selbstklebende Elastikpuffer, die Objekte vor dem Verrutschen oder vor Stößen und Vibrationen schützen sollen, sowie ein Schmelzklebstoff auf Polyolefinbasis hinzugefügt.</p><figure><img alt="" src="https://cdn-images-1.medium.com/max/1024/1*pTHxLh08W67g36XmApwFrQ.jpeg" /><figcaption>Folien, Puffer und Schmelzklebstoff v.l.n.r.: ESCAL NEO Folie, 3M™ Scotchcal™ Farbfolie 100–10 weiss, Aluminium-Verbundfolie A30 T, Marvelseal 360, 3M™ Schmelzklebstoff auf Polyolefinbasis 3748, 3M™ Bumpon™, 3M™ Scotchcal™ Farbfolie 100–12 schwarz</figcaption></figure><p>Die gewählten Produkte sind mehrfach von Institutionen, wie dem British Museum oder dem Metropolitan Museum of Art, geprüft - wobei die Ergebnisse nicht immer Übereinstimmung zeigen. Während die Klebebänder 3M™ 431 und 3M™ Scotchcal™, die Farbfolie 100–10 weiss, die Aluminium-Verbundfolie A30 T und die ESCAL NEO Folie als permanent eingestuft wurden, schnitten das Art-Tape Tyvek® Soft-Vlies, das 3M™ VHB™ Klebeband 4910F, der Schmelzklebstoff 3748, das doppelseitige Klebeband 9731 und das Aluminiumklebeband 425, sowie das Marvelseal 360 mit temporär ab. Eine ungeeignete Wertung erhielten die 3M™ Bumpons™ und die 3M™ Scotchcal™ Farbfolie 100–12 schwarz und bilden somit das negative Extrem.</p><p>Ob sich diese Einstufung im MAT-CH Testverfahren verifizieren lässt, inwiefern vor allem vergleichbare Reaktionen an den neuartigen MAT-CH Indikatorplättchen vorliegen werden, bleibt bis zur Auswertung der Versuchsreihe abzuwarten.</p><img src="https://medium.com/_/stat?event=post.clientViewed&referrerSource=full_rss&postId=a436550f0ec1" width="1" height="1" alt=""><hr><p><a href="https://medium.com/mat-ch-project/aufbau-der-versuchsreihe-ii-materialgruppe-klebeb%C3%A4nder-und-folien-a436550f0ec1">Aufbau der Versuchsreihe II — Materialgruppe Klebebänder und Folien</a> was originally published in <a href="https://medium.com/mat-ch-project">Projekt MAT-CH</a> on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.</p>]]></content:encoded>
        </item>
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